AnleitungStand 18. Oktober 2026

Alle E-Mail-Adressen in einem Postfach zusammenführen

Du kannst E-Mails verschiedener Anbieter in einem Postfach sammeln, indem du jede Adresse an einen gemeinsamen Dienst weiterleitest. In Command Mail bekommt jede verbundene Adresse einen eigenen privaten Eingang; die Nachrichten lassen sich dort gemeinsam bearbeiten und ihrer Adresse zuordnen. Es bleiben Kopien: Änderungen werden nicht zurück zum bisherigen Anbieter synchronisiert, und Antworten brauchen eine gesondert erlaubte Absenderadresse.

Command Mail ist unser Produkt. Diese Anleitung richtet den gemeinsamen Posteingang ein und prüft Empfang und Versand getrennt. Wie du danach mehrere Konten mit Claude oder ChatGPT abfragst, erklärt die Anleitung für KI-Agenten.

Stand: Faktenprüfung: Lesezeit etwa 8 Min.Als Markdown

Inhalt
  1. Das Ergebnis: ein Arbeitsort, getrennte Adressen
  2. Voraussetzungen
  3. Welcher Weg passt zu deiner Arbeitsweise?
  4. Schritt für Schritt: Adressen zusammenführen
  5. Empfang und Antworten sind zwei verschiedene Einrichtungen
  6. Alte Nachrichten gezielt übernehmen
  7. Hat es geklappt?
  8. Fehlerbilder und Lösungen
  9. Nächste Schritte
  10. Quellen und Stand
  11. Häufige Fragen
  12. Quellen

01Das Ergebnis: ein Arbeitsort, getrennte Adressen

Du behältst deine vorhandenen Adressen und siehst ihre neuen Nachrichten an einem Arbeitsort. Als Beispiel dienen eine private Gmail-Adresse, eine Outlook-Adresse für einen Verein und kontakt@beispiel.de. Niemand muss allein für diese Einrichtung deine neue Adresse kennenlernen. Die Weiterleitung stellst du beim jeweiligen bisherigen Anbieter ein.[3]

Lege vorab fest, welches Postfach künftig dein Arbeitsort ist. Wenn du in Command Mail eine Nachricht bearbeitest und anschließend im alten Gmail-Konto dieselbe Aufgabe erneut erledigst, entstehen zwei getrennte Bearbeitungsstände. Für die Übergangszeit kannst du die Originale behalten und trotzdem nur an einer Stelle täglich arbeiten. Eine Archivierung in Command Mail ist kein Nachweis, dass das Original ebenfalls archiviert wurde.

02Voraussetzungen

Du brauchst Zugang zu den Weiterleitungseinstellungen jeder Adresse und ein Zielpostfach in Command Mail. Für eine eigene Domain benötigst du zusätzlich Zugang zu den DNS-Einstellungen, wenn du den Domainbesitz nachweisen willst. Die Registrierung mit Google richtet keine Gmail-Weiterleitung ein: Laut Dokumentation überträgt sie Name, Mailadresse, Profilbild-Link und Konto-ID, keinen Zugriff auf dein Gmail-Postfach.[3]

Free erlaubt ein Postfach und die letzten 90 Tage, aber keinen Versand. Ein zweites Postfach kannst du erst mit einem passenden Tarif hinzufügen; Pro unterstützt bis zu zehn und hebt das 90-Tage-Sichtfenster auf. Bestehende Löschfristen bleiben davon unabhängig. Sind nach einem Wechsel zu Free schon mehrere Postfächer vorhanden, bleiben die zusätzlichen pausiert: Neue Mail kommt weiter an und bleibt gespeichert, ist dort aber erst mit einem passenden bezahlten Tarif wieder sichtbar. Das ist der Tarifstand vom 2026-10-18, kein Versprechen unbegrenzter Adressen.[4] Kläre bei einem geschäftlichen Konto außerdem, ob deine Organisation die Weiterleitung an einen weiteren Dienst erlaubt. Fehlt dir eine Einstellung, lass den zuständigen Administrator prüfen, statt eine Einschränkung zu umgehen.

03Welcher Weg passt zu deiner Arbeitsweise?

Entscheidend ist, ob du einen gemeinsamen Eingang oder einen synchronen Blick auf die bisherigen Postfächer brauchst. Prüfe vor einem Wechsel besonders, wo Antworten entstehen sollen.

ZielPassender AnsatzWas du gesondert prüfen musst
Neue Mail an einem Ort sammelnWeiterleitung in ein HauptpostfachKopien, Spam-Ausnahmen, erlaubte Absender
Mehrere Adressen mit dem eigenen Agenten bearbeitenCommand Mail mit WeiterleitungTarif, Agentenrechte und Autonomie
Originalordner und Lesestatus beim Anbieter weiterverwendenEin Mailclient mit den bisherigen KontenUnterstützung deines Anbieters und Kontotyps
Vollständige Ablösung des bisherigen AnbietersGeplante PostfachmigrationDomainzustellung, Versand, Archiv und Rückweg

Ein Client mit mehreren direkt verbundenen Konten kann besser passen, wenn du hauptsächlich im Originalpostfach arbeitest und dessen Ordnerstruktur erhalten willst. Diese Anleitung beschreibt keine Migration und keinen bestimmten Mailclient. Die folgenden Schritte ändern auch keine MX-Einträge deiner Domain: Zuerst richtest du eine Weiterleitung vom bestehenden Anbieter ein.

04Schritt für Schritt: Adressen zusammenführen

Richte eine Adresse vollständig ein, bevor du die nächste hinzunimmst. So lässt sich eine fehlende Nachricht einem konkreten Weiterleitungsweg zuordnen.

  1. Öffne in Command Mail Einstellungen → Verbindungen. Unter Adressen findest du Postfach verbinden. Trage die vollständige bisherige Adresse ein und wähle Hinzufügen.[3]
  2. Kopiere den privaten Eingang, den Command Mail dieser Adresse zuordnet. Verwende für die nächste Adresse deren eigenen Eingang. Das Ziel wird im Code anhand des privaten Eingangstokens zugeordnet; eine eingetragene Empfängeradresse allein bestimmt nicht das Zielkonto.[3]
  3. Öffne beim bisherigen Anbieter die Weiterleitungseinstellungen. Trage den kopierten Eingang ein und schließe eine gegebenenfalls verlangte Bestätigung ab. Die genauen Wege für Gmail und Outlook stehen unten.
  4. Behalte während der Einrichtung eine Kopie beim bisherigen Anbieter. Prüfe dann mit einer unkritischen Testnachricht, ob die Mail im richtigen Zielpostfach ankommt. Verwende pro Adresse einen anderen Betreff, damit du die Wege auseinanderhältst.
  5. Wiederhole Verbindung, Weiterleitung und Empfangsprüfung für die nächste Adresse. Notiere für dich, welche Ursprungsadresse zu welchem Eingang gehört. Behandle die privaten Eingänge wie interne Zustelladressen und veröffentliche sie nicht in Anleitungen oder Screenshots.

Du kannst die Verbindung auch mit der angemeldeten CLI anlegen. Der Befehl ersetzt nicht die anschließend beim bisherigen Anbieter nötige Weiterleitung:[3]

commandmail mailboxes connect kontakt@beispiel.de

Gmail: Bestätigen und anschließend einschalten

Gmail aktiviert die Weiterleitung nicht allein durch das Eintragen der Zieladresse. Google beschreibt zunächst die Bestätigung und danach das Einschalten der Weiterleitung.[1]

Öffne Gmail am Computer im richtigen Ursprungskonto. Gehe zu Einstellungen → Alle Einstellungen aufrufen → Weiterleitung & POP/IMAP oder zum Tab Weiterleitung. Wähle Weiterleitungsadresse hinzufügen, trage den privaten Eingang ein und bestätige den Dialog. Öffne die Bestätigungsmail im Zielpostfach und folge dem Link.

Kehre dann zu Gmail zurück, aktualisiere die Browserseite und wähle Eingehende E-Mails weiterleiten an mit dem bestätigten Ziel. Google empfiehlt Gmail-Kopie im Posteingang behalten. Speichere die Änderungen. Google leitet neue Nachrichten mit Ausnahme von Spam weiter; ein leeres Zielpostfach beweist deshalb nicht, dass das Gmail-Konto keine Nachrichten bekommen hat.[1]

Outlook: richtigen Kontotyp auswählen

Für neues Outlook und Outlook im Web nennt Microsoft in der englischen Hilfe Settings → Mail → Forwarding (Einstellungen, E-Mail, Weiterleitung). Aktiviere die Weiterleitung, trage den privaten Eingang ein und speichere. Wähle die Option zum Beibehalten einer Kopie, wenn die Originale im Outlook-Postfach bleiben sollen. Microsoft weist darauf hin, dass vor diesen Einstellungen eine weitere Anmeldung nötig sein kann.[2]

Für ein privates Outlook.com-Konto nennt die englische Hilfe Settings → Mail → Forwarding and IMAP (Einstellungen, E-Mail, Weiterleitung und IMAP). Dort schaltest du die Weiterleitung ein, setzt die Zieladresse und speicherst. Wähle in der Microsoft-Hilfe den Abschnitt für deinen Kontotyp, damit du nicht nach dem Menü einer anderen Variante suchst.[2]

Diese Menüfolge ist keine Zusage für jede klassische Outlook-Installation. Die Microsoft-Hilfe unterscheidet die Varianten. Prüfe bei fehlendem Menü zuerst, ob du im neuen Outlook, im Web oder in einer klassischen Desktopversion arbeitest. Bei eigenen Domains folgt der Weg der Hilfe deines Mailhosters; ändere keine DNS-Zustellung allein aufgrund eines Outlook-Menübeispiels.

05Empfang und Antworten sind zwei verschiedene Einrichtungen

Eine funktionierende Weiterleitung beweist nur, dass Command Mail die Nachricht erhält. Sie gibt Command Mail keine Erlaubnis, im Namen einer privaten Gmail- oder Outlook-Adresse zu senden. In der geprüften Implementierung weist listMailboxes die Sendefähigkeit als can_send aus; beim tatsächlichen Versand wird die konkrete Absenderadresse erneut geprüft.[3]

Mit der angemeldeten CLI kannst du diesen Status je Adresse nachsehen. In der JSON-Ausgabe zeigt can_send: true die Absenderfähigkeit, nicht schon eine erfolgreiche Zustellung oder die Senderechte deines Agenten:

commandmail mailboxes list --json

Für eine eigene weitergeleitete Domain verlangt der Code nachgewiesenen Besitz und eine für den Dienst sendefähige Domain. Bei einer Adresse eines anderen Kontos kann zusätzlich eine Freigabe des Domaininhabers nötig sein. Ein DNS-TXT-Nachweis allein garantiert deshalb noch keinen funktionierenden Versand. Senden braucht außerdem Pro oder einen höheren Tarif; der Tarif ersetzt diese Absenderprüfung nicht.[3]

Prüfe für jede Adresse getrennt, wo du antworten wirst. Ist sie nur empfangsfähig, antworte vorerst beim ursprünglichen Anbieter oder nutze bewusst eine andere eingerichtete Absenderadresse. Kontrolliere dann, ob der Empfänger diese andere Adresse sehen soll. Die Auswahl eines vertrauten Anzeigenamens macht aus ihr nicht die ursprüngliche Adresse.

06Alte Nachrichten gezielt übernehmen

Die Weiterleitung ersetzt keinen Archivimport. Exportiere vorhandene Nachrichten beim bisherigen Anbieter und verbinde das Zielpostfach, bevor du einen unterstützten MBOX- oder EML-Bestand importierst. Für ein Archiv lautet ein dokumentiertes Beispiel:[3]

commandmail import export.mbox --mailbox kontakt@beispiel.de --state archive

Beginne mit einem kleinen unkritischen Ausschnitt und kontrolliere Zieladresse, Datum und Inhalt. Importiere erst danach den benötigten Rest. Das ist eine einmalige Übernahme; spätere Änderungen am alten Archiv werden nicht abgeglichen. Behalte deinen Export und den Zugang zum Ursprung, bis du die Übernahme geprüft hast. Diese Anleitung enthält keinen selbst durchgeführten Migrations- oder Zustelltest.

07Hat es geklappt?

Prüfe jedes Postfach einzeln, bevor du den gemeinsamen Eingang als vollständig behandelst. Lass eine unkritische neue Nachricht an jede Ursprungsadresse schicken und kontrolliere in Command Mail Betreff, Empfängerzuordnung und Inhalt. Prüfe auch die beim bisherigen Anbieter behaltene Kopie. Falls eine Nachricht fehlt, betrachte diesen Weiterleitungsweg als offen; eine erfolgreiche andere Adresse ist kein Ersatznachweis.

Prüfe Antworten separat und nur mit einer tatsächlich sendefähigen Adresse. Ein vorhandener Entwurf ist kein Versandbeleg, und die Annahme durch einen Versanddienst ist noch kein Nachweis des Empfangs. Wenn du keinen Versand brauchst, genügt zunächst die dokumentierte Empfangsprüfung. Du musst dafür weder einen Agenten zum Senden freischalten noch alle alten Nachrichten importieren.

08Fehlerbilder und Lösungen

Gmail zeigt die Zieladresse, aber neue Mail fehlt. Prüfe neben dem Bestätigungslink auch, ob die Weiterleitung anschließend eingeschaltet und gespeichert wurde. Kontrolliere außerdem Spam im Ursprungskonto; diese Nachrichten nimmt Gmail von der Weiterleitung aus.[1]

Ein zweites Postfach lässt sich nicht anlegen oder ist pausiert. Prüfe den Tarif. Free erlaubt keine zweite Neuanlage. Stammt der Mehrpostfachbestand aus einem früheren Tarif, empfangen zusätzliche Postfächer auf Free weiter und speichern die Mail; sichtbar wird sie erst wieder mit einem passenden bezahlten Tarif. Ändere deshalb nicht vorschnell eine funktionierende Weiterleitung.[4]

Empfang klappt, Antworten scheitern. Prüfe Tarif und Sendefähigkeit der konkreten Absenderadresse. Erneutes Weiterleiten oder ein anderer Anzeigename beheben fehlende Versandberechtigung nicht. Für Agenten kommen eigene Scopes und die Postfachautonomie hinzu.[5]

Im bisherigen Konto bleibt alles ungelesen. Das ist bei dieser Einrichtung erwartbar. Weiterleitung übermittelt Kopien und gleicht den Bearbeitungsstand nicht ab. Wähle einen täglichen Arbeitsort, statt eine Synchronisation zu suchen, die hier nicht eingerichtet wurde.

09Nächste Schritte

Verbinde erst nach der Empfangsprüfung deinen Agenten nach der Mehrkonten-Anleitung. Beginne ohne Senderecht und prüfe bestehende Regeln und Löschfristen zusätzlich: mail:read allein ist keine allgemeine Aufbewahrungssperre. Die Berechtigungsdokumentation erklärt auch, warum Autonomiestufen je Postfach keine getrennten Lesebereiche schaffen.[5]

Starte Command Mail kostenlos mit einer Adresse und verbinde danach deinen Agenten.

10Quellen und Stand

Stand: 2026-10-18. Herstellerhilfen und Command-Mail-Code wurden an diesem Tag geprüft; die beschriebenen Tests sind deine Einrichtungskontrolle, keine hier behaupteten Messergebnisse.

Die Quellprüfung beruht auf Commit d6ad1ce: Verbindungsformular und Sprachkataloge, intake.ts mit Eingangs-Handlern, outbox.ts mit maySendFrom, die CLI-Handler für Postfächer und Import sowie Berechtigungs- und Lesepfade. Das ist eine Prüfung der hier beschriebenen Abläufe, kein vollständiges Sicherheitsaudit.

Häufige Fragen

Kann ich Gmail, Outlook und meine eigene Domain zusammen nutzen?

Ja, wenn die bisherigen Anbieter Weiterleitung erlauben. In Command Mail verbindest du jede Adresse und leitest sie an ihren eigenen privaten Eingang weiter. Free erlaubt ein Postfach; ein zweites kannst du erst mit einem passenden Tarif hinzufügen. Pro unterstützt bis zu zehn.

Werden Mails im ursprünglichen Konto ebenfalls als gelesen markiert?

Nein. Weitergeleitete Nachrichten sind Kopien. Lesen, Archivieren und Sortieren in Command Mail ändern das ursprüngliche Gmail-, Outlook- oder Domainpostfach nicht. Auch ein Import richtet keine Synchronisation ein.

Kann ich aus meiner weitergeleiteten Gmail-Adresse antworten?

Empfangen allein erlaubt das nicht. Prüfe die Sendefähigkeit der konkreten Absenderadresse; der Code meldet sie als can_send. Eine private Gmail- oder Outlook-Adresse wird durch Weiterleitung nicht sendefähig. Antworte sonst beim ursprünglichen Anbieter.

Was passiert mit alten Nachrichten?

Eine neue Weiterleitung holt kein vollständiges Archiv nach. Command Mail kann MBOX- und EML-Exporte sowie Ordner mit EML-Dateien per CLI einmalig importieren. Verbinde das Zielpostfach vorher; im Free-Tarif ist die sichtbare Historie auf die letzten 90 Tage begrenzt.

Muss mein KI-Agent gleich senden dürfen?

Nein. Beginne ohne Senderecht. mail:draft erlaubt Entwürfe ohne Versand; mail:send-approved erlaubt später die menschlich freigegebene Fassung. Die Postfachstufe read sperrt auch deren Versand. Leserechte gelten kontoweit und isolieren die Postfächer nicht gegeneinander.

Quellen

  1. Google: Gmail-Nachrichten automatisch weiterleiten support.google.com, abgerufen am
  2. Microsoft: Automatische Weiterleitung in Outlook support.microsoft.com, abgerufen am
  3. Command Mail: Weiterleitung, Domain und Import commandmail.app, abgerufen am
  4. Command Mail: Tarife, Postfächer und Agentenrechte commandmail.app, abgerufen am
  5. Command Mail: Berechtigungen und Autonomie commandmail.app, abgerufen am
DE